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Abbildungen

SQ Röhrenspezifikation

Solid Tube Audio - SQ Tubes

In der STA Konsole verwendet Solid Tube Audio ausschließlich Röhren des Typs SQ. Eine detailierte Erläuterung erhalten Sie nachfolgend.Die hochwertigen Spezialröhren unterliegen strengen Anforderungen und sind darüber hinaus sind die verwendeten Typen extrem rausch- und klirrarm.

1. Heizfaden-Schaltfestigkeit
Bei häufigem Ein- und Ausschalten der Heizung entsteht durch den Temperaturwechsel eine starke Wärmedehnung, die eine erhebliche Beanspruchung zur Folge hat. SQ Röhren sind diesen Beanspruchungen besonders gut gewachsen. Diese Röhren werden vor allem für Anlagen auf Luft- und Seefahrzeugen (Militär) verwendet und sind höhenfest.

2. Lange Lebensdauer
Bei den SQ Röhren beträgt die garantierte Lebensdauer 10.000 Stunden, gemittelt über 100 Röhren. Für die einzelne Röhre wird vom Hersteller eine Garantie von 12 Monaten geleistet. Voraussetzung ist, dass die Heizspannung innerhalb der maximal zulässigen Toleranz von +/- 5% bleibt. (STA Toleranz unter +/- 0.15% vom Nominalwert.) Eine stärkere Unterheizung macht die Katode anfällig für Vergiftungen, eine Überheizung verursacht ein Abdampfen der aktiven Schicht und kann zu Gitteremission und zur Zwischenschichtbildung an der Katodenoberfläche führen. SQ Röhren sind mit einer besonderen "Langlebensdauerkatode" ausgestattet, die bei Betrieb mit Nennheizspannung eine optimale Lebensdauer erwarten lässt. Selbstverständlich müssen auch alle übrigen Elektroden im Betrieb gegen unzulässige Temperaturen geschützt werden (Überschreitung der Anodenbelastung, unzureichende Wärmeabfuhr), um Gitteremission, Gasausbrüche usw. zu vermeiden. In dieser Hinsicht ist die bei Spezialröhren angegebene maximal zulässige Kolbentemperatur besonders zu beachten.

3. Zwischenschichtfreie Spezialkathode
Wenn Röhren längere Zeit im geheiztem Zustand ohne Katodenstrom betrieben werden (Impulsbetrieb), entsteht in der Katode durch Verarmung an aktiver Schicht ein Zwischenschichtwiderstand, der wie ein unüberbrückter Katodenwiderstand wirkt und vor allem bei niederen Frequenzen eine unerwünschte Gegenkopplung verursacht, die besonders bei Röhren hoher Steilheit sehr störend wirkt. Zwischenschichtfreie SQ Röhren sind mit einer Spezialkatode ausgestattet und werden bei der Herstellung auf Zwischenschichtbildung kontrolliert, wobei Steilheitsmessungen bei 10 kHz und 20 MHz Aufschluss über den Zwischenschichtwiderstand geben (bei hohen Frequenzen wird die Gegenkopplung durch die Schichtkapazität aufgehoben).

4. Extreme Stoß- und Vibrationsfestigkeit
Röhren, die in industriellen oder mobilen Anlagen verwendet werden, dürfen durch Erschütterung in Ihrem Betriebsverhalten nicht beeinträchtigt werden. Dieser Forderung wird bei stoß- und vibrationsfesten Röhren durch eine entsprechende Systemkonstruktion Rechnung getragen, damit höchste Sicherheit gegen Mikrofonie und mechanische Beschädigung des Systemaufbaues garantiert werden kann. Die Vibrationssicherheit wird auf einem Schütteltisch geprüft, auf dem die Röhren 96 Stunden lang der 2.5fachen Erdbeschleunigung bei 25 - 50 Hz in drei verschiedenen Richtungen ausgesetzt werden. Zur Kontrolle der Stoßfestigkeit werden die Röhren 20 Stößen von 500facher Erdbeschleunigung in mehreren Richtungen unterworfen.

5. Enge Toleranzen
Bei der Konstruktion elektronischer Geräte ist es besonders wichtig, mit kleinen Exemplarstreuungen und hoher Konstanz der elektrischen Werte während der Lebensdauer rechnen zu können, um kostspielige und umständliche Justierungen beim Röhrenwechsel zu vermeiden. Dies wird bei der SQ Röhrenfertigung durch genaue Maßhaltung bei den einzelnen Systemteilen und bei der Montage sowie durch sorgfältigste Kontrollen und Stichprobenmessungen erreicht. Eine besondere Rolle spielt dabei die Spanngittertechnik, die durch Ihre hohe Stabilität des für die elektrischen Werte wichtigen Steuergitters besonders bei steilen Röhren von entscheidender Bedeutung ist. SQ Röhren mit engen Toleranzen durchlaufen eine große Zahl spezieller Prüfungen und Messungen. Sie werden vor der Auslieferung längere Zeit gelagert und dann einer nochmaligen Kontrolle unterzogen.

6. Große Zuverlässigkeit
Diese Forderung bedeutet möglichst große Sicherheit gegen unerwarteten bzw. vorzeitigen Röhrenausfall während der Lebensdauer und wird besonders bei Anlagen gestellt, die eine große Zahl von Röhren enthalten oder bei denen ein Röhrenausfall schwerwiegende Betriebsstörungen zur Folge hat. Die Zuverlässigkeit (Reliability) wird durch den Faktor p definiert, der die prozentuale Wahrscheinlichkeit angibt, wie groß der Röhrenausfall während einer Betriebszeit von 1000 Stunden maximal werden kann. Der übliche p-Faktor beträgt bei SQ Röhren 1.5%. Dieser Faktor gilt für einen Betrieb mit Nenndaten und für den verschleißfreien Bereich der Lebensdauer (10.000 Stunden). Hohe Zuverlässigkeit wird bei der Röhrenfertigung durch entsprechende Vorbehandlung aller Systembauteile erreicht (Ausmerzung aller schädlichen Beimengungen durch Waschen und Ultraschallreinigung, Ausglühen im Vakuum, Montage unter Überdruck zur Erzielung größter Staubfreiheit usw.). Besonders wichtig ist auch die Haltbarkeit der Schweißstellen, die einer besonders strengen Kontrolle unterzogen wird. Nach der Fertigung werden die Röhren zur Arbeitspunktstabilisierung gealtert und einem kurzem Probebetrieb unterworfen, um Frühausfälle zu vermeiden.

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